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«Materia Helvetica»

24.02.2022

«Materia Helvetica» –
eine Ausstellung zur Nutzung mineralischer
Rohstoffe in der Schweiz

Vom 25. Februar bis 3. August 2022 im Bundeshaus in Bern

Praktisch jeder Baustoff oder Alltagsgegenstand, den wir heute  produzieren bzw. nutzen, enthält mineralische Rohstoffe, also Gesteine wie Sand, Kies, Kalk, Mergel, Ton, Salz und Naturwerksteine in verschiedensten Ausprägungen. Mineralische Rohstoffe gelten deshalb zurecht als Fundament der modernen Zivilisation. Die Schweiz ist zwar reich an Gesteinen – die Versorgung des Landes mit mineralischen Rohstoffen ist aber dennoch nicht gesichert. Die Ausstellung «Materia Helvetica» im Bundeshaus thematisiert die Potenziale und Herausforderungen lokaler Rohstoffvorkommen in der Schweiz.

Bundeshaus als idealer Ausstellungsstandort
Die regionale Gewinnung von mineralischen Rohstoffen hat in der Schweiz eine jahrhundertealte Tradition. Auch beim Bau des Bundeshauses spielten die verschiedenen Gesteine der Schweiz eine zentrale Rolle. Für die Errichtung der Gebäudestrukturen wurden insgesamt dreissig Gesteine aus dreizehn Kantonen verwendet. Diese geben einen guten Überblick über alle bedeutsamen Gesteinsarten in der Schweiz. Sie sind zudem ein starkes Symbol für die Vielfältigkeit und den schweizerischen Föderalismus und stehen für Dauerhaftigkeit, Stärke und Qualität. Das Bundeshaus widerspiegelt damit die nationale Bedeutung der Thematik und ist somit der ideale Ausstellungsstandort.

Die Schweiz ist reich an mineralischen Rohstoffen
Unsere Gesellschaft baut auf mineralischen Rohstoffen wie Kies, Sand, Kalk, Mergel, Ton, Hartgestein, Naturstein, Salz und Gips auf. Diese Rohstoffe bilden die Grundlage unserer Infrastruktur und dienen als Basis zur Herstellung zahlreicher Alltagsgegenstände. Die Schweiz verfügt in allen Landesteilen über umfangreiche Gesteinsvorkommen. Dank kurzer Transportwege, umweltverträglicher Abbaubedingungen und modernster Recyclingverfahren ist die Ausgangslage ideal, um die Schweiz auf nachhaltiger Weise mit lokal abgebauten mineralischen Rohstoffen zu versorgen.

Die Versorgungssicherheit ist gefährdet
Trotz dieser Ausgangslage ist die Versorgung mit mineralischen Rohstoffen nicht gesichert. Aufgrund von Konflikten zwischen Nutzungs- und Schutzinteressen wird es immer schwieriger, die erforderlichen Abbaubewilligungen zu erhalten, was bereits seit Jahrzehnten zu einem Rückgang der Anzahl Abbaustellen in der Schweiz führte. Bei gewissen Materialien drohen deshalb schon innerhalb der nächsten zehn Jahren Versorgungslücken – eine Abhängigkeit von Importen ist nicht auszuschliessen.

Den Dialog initiieren
Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Interessen und Herausforderungen der Versorgung mit mineralischen Rohstoffen in der Schweiz. Sie will zum Dialog anregen rund um die Versorgungssicherheit, den Umwelt- und Landschaftsschutz sowie die Lebensqualität der Bevölkerung, und das Publikum für diese Themen sensibilisieren. Das soll dazu beitragen, gemeinsame Ziele zu definieren und tragfähige Lösungen im Sinne aller zu finden.

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Die Ausstellung kann bis zum 3. August auf geführten Touren und an den Tagen der offenen Tür im Parlamentsgebäude besichtigt werden.

Der Besuch ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

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