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Umgang mit Ausbauasphalt – wie es der Kanton Zürich umsetzt

26.04.2021

Der Kanton Zürich setzt auf möglichst vollständige Verwertung von Ausbauasphalt

Der Kanton Zürich macht Nägel mit Köpfen und setzt vier Massnahmen im Umgang mit Ausbauasphalt gemäss Massnahmenplan «Abfall- und Ressourcenwirtschaft 2019 bis 2022» dezidiert um. Gemäss Schreiben des Tiefbauamtes des Kantons Zürich verlangt der Kanton in Zukunft einen Mindestanteil von recyclierten Gesteinskörnungen aus Ausbauasphalt beim Einbau von bituminösen Schichten. Für diesen stützt sich der öffentliche Bauherr auf die Best Practice Guideline «Wiederverwendung Ausbauasphalt und Einsatz Niedertemperaturasphalt» ab. Diese Guideline fordert deutlich höhere Anteile von Ausbauasphalt in allen Schichten, die ebenfalls in der laufenden Revision der VSS-Norm zur Freigabe unterbreitet sind. Ab dem 1. Januar 2022 darf ausserdem bei kantonalen Strassenprojekten kein RC-Kiesgemisch A mehr eingesetzt werden. Der Kanton Zürich will somit eine möglichst vollständige Verwertung von Ausbauasphalt ermöglichen und dem geltenden Vermischungsverbot (Art. 9 VVEA, Bauabfallrichtlinie 1997/2006) Rechnung tragen.

Weiter ist es ab dem 1. Januar 2023 bei neuen Strassenprojekten im Kanton Zürich nicht mehr erlaubt, Ausbauasphalt abzulagern. Beim Ausbauasphalt mit einem PAK-Gehalt höher als 250mg/kg greift der Kanton vor und schreibt bereits ab dem 1. Januar 2023 vor, dass dieser nicht mehr ohne vorgängige Behandlung verwertet oder deponiert werden darf. Auf diese Weise steht dem Kanton eine Vorreiterrolle mit Vorbildfunktion zu; der Artikel 52 der VVEA fordert diese Massnahme erst ab dem Jahr 2026 ein. In der laufenden Konsultation vom BAFU-Entwurf zur VVEA-Revision soll das für den 1. Januar 2026 geplante Verbot der Deponierung aller bituminösen Abfälle bis zum 1. Januar 2031 verlängert werden. Die Konferenz der Kantonsingenieure (KIK) ist diesbezüglich informiert und in der ganzen Branche wird dazu rege diskutiert.

Die Verwertung von Ausbauasphalt wird somit aktiv gefördert, womit dem Auftürmen von Ausbauasphaltbergen Einhalt geboten wird und gleichzeitig knappe Deponieplätze sowie natürliche, nicht erneuerbare Ressourcen geschont werden sollen.

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