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Vorwort 2019

20.01.2020

Das Jahr 2019 war ein bewegtes. Neben den üblichen Twitts aus den USA, an welche man sich langsam gewöhnt hat, beschäftigte die Welt dieses Jahr der Klimawandel. Während sich die einen die Ohren zuhalten – vor lauter «Hype» – lassen sich andere auf hitzige Diskussionen ein oder laufen an einer Demo mit. Wie auch immer, alle sind sich einig: Es muss sich etwas tun – sei es aus wirtschaftlichen, ökologischen oder ganz anderen Gründen.

In der Branche des Baustoffrecyclings herrscht auf alle Fälle nie Stillstand. Seit bald 30 Jahren vertritt der arv die Branche des Aushubs, Rückbaus und Baustoffrecyclings. Und wie es der Name schon sagt, war damals Kreislaufwirtschaft schon ein Thema und beschäftigte die Unternehmer nicht zuletzt auch deshalb, weil die Deponieplätze immer knapper wurden. Wo gehobelt wird fallen Späne, und deshalb ist es wichtig, immer wieder den eigenen Standort zu bestimmen und in die Zukunft zu schauen, um nach neuen Lösungen für bestehende oder auf uns zukommende Herausforderungen zu suchen. Genau dies taten die Teilnehmenden der diesjährigen arv-Herbstanlässe in Bern und Lausanne. Der Rückblick und Ausblick zu Innovation und Entwicklung in der Baustoffrecyclingbranche liessen erkennen, wieviel in der Vergangenheit bereits geleistet wurde, um Arbeitsprozesse zu modernisieren und zu vereinheitlichen und auch wieviel heute geleistet wird, um die Ressourcen umweltschonend und effizient einzusetzen, damit auch in Zukunft ein hoher Qualitätsstandard gesichert werden kann. Es zeigt sich auch hier, dass eine Massnahme allein nie genügt, um alle Herausforderungen zu meistern; gefragt ist eine Zusammenarbeit von Mitspielern aus verschiedenen Disziplinen. Das heisst im konkreten Fall des Baustoffrecyclings derjenigen von Anlagebetreibern, Baumeistern, Planern, Fachberatern, Behördenverantwortlichen, Politikern, Forschern, Erfindern und Bauherren.

Das Inspektorat vom arv durfte dieses Jahr zum ersten Mal auch in den Kantonen Fribourg, Jura und Uri Anlagen und zugehörige Prozesse inspizieren. Wir freuen uns über die neuen Mandate und das entgegengebrachte Vertrauen. Wir sind überzeugt, dass dies ein weiterer wichtiger Schritt ist, um schweizweit eine einheitliche Handhabung des Vollzugs der VVEA zu erreichen.
Das ARVIS 4.0 Datenerfassungs-System ist in seinem Zweiten Betriebsjahr. Die ersten Ergebnisse aus der Umfrage an die Anlagebetreiber zeigen, dass Support und Beratung, welche von der arv-Geschäftsstelle angeboten werden, noch unerlässlich sind und auch sehr geschätzt werden. Daher arbeiten wir weiterhin daran, das System ständig zu optimieren, um eine benutzerfreundliche Bedienung sicherzustellen. Es ist uns ein grosses Anliegen, dass der Inspektionsprozess für alle Beteiligten möglichst effizient und reibungslos ablaufen kann. Auch die Kantone profitieren von der präzisen Datenerfassung; diese liefert wertvolle Werte für die Abfallplanung. Die ethischen und integrativen Dimensionen des Projekts ARVIS 4.0 wurden durch die Kommission des Ethikpreises 2019 attestiert. Der FSKB hat sich an ARVIS 4.0 beteiligt und weitere Verbände der Abfallwirtschaft evaluieren zurzeit die Webapplikation und die Mobile APP auf dem Tablet. Auch für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz konnte der arv dank ARVIS 4.0 und der entwickelten Audittechnik neue Massstäbe setzen.

Dieses Jahr wird der arv 30 Jahre alt! Wir freuen uns, die Mitglieder des arv sowie alle geladenen Gäste an unserer Feier am 15. Mai 2020 in der Halle 622 in Zürich-Oerlikon begrüssen zu dürfen! Verpassen Sie es nicht, sich anzumelden; auch nicht für das Knowhow-Forum «Altlasten», das am Morgen stattfindet sowie für die Generalversammlung des arv Baustoffrecycling Schweiz, welche am Nachmittag abgehalten wird – beides ebenfalls in der Halle 622.

Unser Dank geht an alle Mitglieder, Unternehmer, Sponsoren, Behördenverantwortlichen und Partner. Und natürlich dieses Jahr ganz besonders an die Mitglieder der ersten Stunde und diejenigen engagierten Personen, die den ARV Aushub-, Rückbau und Recycling Verband – heute arv Baustoffrecycling Schweiz – anno 1990 zum Leben erweckt haben, wie Peter Staub, Walter Rüegg und Heinrich Eberhard. 

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