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Inspektorenschulung

08.04.2019 – 08.04.2019

Die Entwässerung ist ein brennendes Thema im Bereich Umweltschutz. Hinsichtlich Umweltwirkung haben die Kantone die Platzgestaltung und Platzentwässerung als eine der wichtigsten Anforderungen eruiert. Das Ziel ist, dass keine Schadstoffe in die Umweltkompartimente Gewässer und/oder Boden gelangen, bzw. dass die Emissionen möglichst klein gehalten werden. Der Fokus wurde an der diesjährigen Schulung deshalb auf die fachgerechte Entwässerung der Abfallanlagen gerichtet.

Der arv hat diesbezüglich auf Antrag diverser Kantone Massnahmen für die Inspektionen ergriffen. Die Anlagebetreiber müssen die Entwässerungspläne in ARVIS hinterlegen und für die Inspektion bereithalten.

Die Kriterien zur Überprüfung der korrekten Abwasserleitung sowie der Funktionstüchtigkeit von  Abscheideanlagen (Schlammsammler (SS), Schlammfang (SF) und Mineralölabscheider (MAB)) wurden an der Inspektorenschulung vertieft behandelt.

​Der Inspektionsprozess sowie das Erstellen eines aussagekräftigen Inspektionsberichts in ARVIS 4.0 waren ebenfalls Teil der Schulung. Neu  besteht die Möglichkeit pro Prüfkriterium mehrere Fotos aufzunehmen. Grundsätzlich wird empfohlen, die Inspektion mit möglichst vielen aussagkräftigen Fotos zu dokumentieren, um damit klare Verhältnisse zu schaffen. Gesamthaft gesehen vereinfachen die neuen Tools die Inspektion und ermöglichen eine Vereinheitlichung der Standards, sodass für alle inspizierten Betriebe dieselben Massstäbe gelten.

Schritt für Schritt wurde eine Inspektion fiktiv durchgespielt. Die Inspektoren können in ARVIS 4.0 die Anlage-Dokumente auch ausser Haus einsehen. Gemeinsam mit den Anlagebetreibern können so die einzelnen Punkte vor Ort besprochen werden. Bei groben Verstössen (z.B. Gewässerverschmutzung) muss die Behörde direkt mit einbezogen werden. Die geprüften Anforderungen  werden mit grün, gelb, und rot beurteilt. Sobald ein Prüfkriterium nicht mit grün beurteilt werden kann, sind die definierten Anforderungen nicht erfüllt. In diesem Fall ist eine der definierten Massnahmen im Inspektionsbericht festzuhalten. Die Anlagebetreiber müssen diese innerhalb der vorgegeben Frist erledigen. Alle Einträge sind jederzeit von den Anlagebetreibern, dem Inspektor und der Behörde einsehbar.

Die Materialbuchhaltung war weiteres Thema der Schulung. Wird eine Materialbuchhaltung durch die Anlagebetreiber abgeschlossen, geht sie weiter an den zuständigen Inspektor. Ist sie von diesem vor-plausibilisiert, gelangt sie zum Leiter des Inspektorats und nach seiner Prüfung an die Behörde.

Eine Diskussionsrunde mit Fragen und Antworten sowie eine digitale Evaluation des Tages bildeten den Abschluss der arv-Inspektorenschulung 2019. Die Teilnehmenden schätzten beim Anlass vor allem den Erfahrungsaustausch und das Kennenlernen von anderen Vertretern aus demselben Bereich. Sehr begrüsst wurde auch der Einblick in die Neuheiten von ARVIS 4.0.

Die arv-Geschäftsstelle bedankt sich bei allen Teilnehmenden für das Interesse und die aktive Teilnahme an der Schulung. Das Projekt ARVIS 4.0 ist für den Schweizer Ethikpreis 2019 nominiert.

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