Recycling-Baustoffe

Baustoffrecycling – umweltbewusst und zukunftsprägend

Von diesem Grundsatz sind alle Ökonomen und Umweltspezialisten fest überzeugt. Die im arv zusammengeschlossenen Unternehmen haben sich auf die Rückgewinnung, Aufbereitung und Wiederverwertung von Bauabfällen spezialisiert. Zur Kreislaufwirtschaft tragen sie jeden Tag bei.

Aus alten Baustoffen werden neue: Die in der Schweiz jährlich anfallende Bauabfallmenge wird derzeit auf 14 Mio. Tonnen geschätzt. Darum ist hier die gesamte Bauwirtschaft gefordert, Baustoffe und Bauteile zu entwickeln, die nach dem Stand der Technik einfach rezykliert und mehrfach verwendet werden können.
Rezykliertes Baumaterial ist in keiner Weise minderwertig. Die Herstellung und Qualitätsüberwachung erfolgt nach den allgemein gültigen, strengen SN-Normen. Es gilt Planer, Ingenieure, Architekten und Bauherren vom Kreislaufgedanken und der funktionellen Anwendung von hochwertigen Recyclingbaustoffen noch besser zu überzeugen.

Bauschutt Schneider 1

Das Rückbaumaterial durchläuft in der Aufbereitungsanlage verschiedene Sortier-, Brech- und Trennarbeiten.

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Bereit zu Wiederverwendung: Recyclingbaustoffe für höchste Ansprüche zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mineralische Recyclingbaustoffe

Qualitätsanforderungen und Verwendungsmöglichkeiten

Dank hoch entwickelter Aufbereitungstechnik, sowie klarer Normen und Richtlinien ist die Entscheidung für oder gegen Recyclingbaustoffe heute keine Frage der Qualität mehr. Geprüfte Recyclingbaustoffe sind als Alternative zu herkömmlichen Baumaterialien bedenkenlos einsetzbar. So können Recycling-Kiesgemische beispielsweise für Fundationsschichten im Strassenbau und Asphaltgranulat in Belägen wiederverwendet werden. Recyclingbeton steht dem Beton aus Primärkies in nichts nach.

Einbau Recycling Kiessand B

RC-Kiesgemisch
Anwendung «ungebunden» als Kiesersatz für Fundationsschichten von Strassen. Die Produktion erfolgt nach gültigen SN/VSS Normen und der BAFU-Richtlinie

Beton aus Mischabbruch

Recyclingbeton (RC-Beton M oder RC-Beton C) aus rezyklierter Gesteinskörnung
Die Produktion erfolgt nach gültigen SN/SIA-Normen und Richtlinien.

Altlastenberatung

Die Altlastenberatung – hier sind Spezialisten gefragt

Im arv sind führende Altlastenberater und Altlastenplaner organisiert, mit dem Ziel, die Qualität der Tätigkeiten auf einem hohen Niveau zu halten.

Die Voraussetzung für eine technisch, wirtschaftlich und ökologisch effiziente Kreislaufführung von Rohstoffen aus belasteten Materialien ist eine fachlich fundierte Planung aller Abläufe. Dies in Zusammenhang mit der Erfassung, Bewertung und Sanierung von belasteten Standorten. Dieser Bereich ist eine sehr komplexe und vernetzte Materie: er verlangt eine intensive Zusammenarbeit zwischen Fachspezialisten, Bauherren und Behörden.

Bodenuntersuchung mit Person

Liste der Altlastenberater

Der arv führt eine aktuelle Liste mit Firmen, die in der Schweiz Beraterdienstleistungen im Altlastenbereich anbieten:

Altlastenberater-Liste nach Firma / Filiale Altlastenberater-Liste nach Kanton

Ergänzende Informationen zur Liste der Altlastenberater

In der Liste der Altlastenberater werden die Kategorien Altlastenberater und Altlastenspezialisten unterschieden. Spezialisten müssen sich über eine mindestens fünfjährige Erfahrung in der Bearbeitung von Altlasten ausweisen und zudem regelmässig in ihre Weiterbildung investieren. Die entsprechende Datenbank ARVIS wird vom arv betrieben und kontrolliert.
Ein Eintrag steht auch allen Nichtmitgliedern des arv gegen eine Bearbeitungsgebühr von Fr. 800.- pro Jahr und Eintrag offen. Die Unterlagen und die Aufnahmebedingungen für Nichtmitglieder auf die Liste der Altlastenberater stehen untenstehend zur Verfügung:

Qualifikation von Altlastenberatern Antrag für Eintragung ins Register der Altlastenberater.

Altlastensanierung

Behandeln und verwerten (anstatt deponieren)

Aufgabe der Altlastenbearbeitung ist es, den nächsten Generationen so wenig wie möglich unserer Sünden zu vererben. So können belastete Standorte wirtschaftlich nach dem jeweiligen Stand der Technik saniert werden.

Der während Jahrzehnten sorglose Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen und Abfällen hat im schweizerischen Untergrund deutliche Spuren hinterlassen. Für die Beseitigung dieses unerwünschten Erbes schaffen diverse Verordnungen und Richtlinien die notwendige Rechtssicherheit. Bei der Ausarbeitung dieser Grundlagen war der arv von Angang an in diversen Kommissionen und Arbeitsgruppen mitbeteiligt. Im arv sind die branchenführenden Unternehmen vertreten. Sie leisten seit Jahren einen grossen Beitrag bei der umweltgerechten Sanierung von belasteten Standorten.

Altlasten

Bei der hier freigelegten Belastung ist die Triagierung des kontaminierten Materials ein wesentlicher Bestandteil der Altlastensanierung.

Rückbau

Bauen mit Zukunft – geordneter Rückbau statt Abbruch

Jedes Bauwerk ist gleichzeitig mit seiner Erstellung eine Ressource für zukünftige Generationen. Diese Erkenntnis hat sich nicht nur in der Baubranche, sondern auch in den Köpfen von Wirtschaftsvertretern und Umweltexperten etabliert.

Gebäude, die am Ende ihres Lebenszyklus stehen, sind wertvolle Rohstofflager für unser Baustoffrecycling. Die anfallenden Materialien werden beim Rückbau getrennt und anschliessend nach den Regeln der Technik rezykliert. Durch den selektiven Rückbau und die vorgängige Entfernung von nicht rezyklierbaren Bauteilen und Fremdstoffen kann ein hoher Anteil an Baumaterial/Bauabfällen sortenrein dem Baustoffrecycling zugeführt werden. Durch eine konsequente Systemtrennung am Gebäude bereits in der Planungsphase lassen sich sogar Bauteile aus dem Rückbau gewinnen und weiterverwenden. Bis zu 80% eines Bauwerks sollen so zurück in den Baustoffkreislauf statt auf eine Deponie gelangen. Der Baustoffkreislauf wird somit geschlossen und diese Stoffe werden kontinuierlich wiederverwertet. Parallel werden wertvolle Rohstoffe und Deponieraum eingespart.

Rückbau 2

Der geordnete Rückbau trennt zwischen Baustoffen, die dem Recycling zugeführt werden können und solchen, die andersweitig entsorgt werden müssen. Das Bauwerk von HEUTE ist unser Rohstoff- und Bauteillager für MORGEN.

Altholz

Holz ist nicht gleich Holz

Holzabfälle umfassen mehrere Holzqualitäten, die sich durch verschiedene Schadstoffgehalte unterscheiden.

Aufgrund der Belastung können Holzabfälle in vier Kategorien eingeteilt: Naturbelassenes Holz, Restholz, Altholz und problematische Holzabfälle. Die Qualität von Holzabfällen, die für die Herstellung von Holzwerkstoffen (stoffliche Verwertung) oder zur thermischen Verwertung in Altholzfeuerungen bestimmt sind, muss kontrolliert werden. Deshalb sind Betreiber von Schredderanlagen aufgefordert, ein spezialisiertes Labor mit der Entnahme von Proben aus ihren Altholzlagern zu Analysezwecken zu beauftragen.

Holzabfälle Bild 1

Geschreddertes Altholz gelangt oft in die stoffliche Verwertung oder thermische Verwertung in Altholzfeuerungen, sofern die Vorgaben der Vollzugshilfe Holzabfälle des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) erfüllt sind.

Bausperrgut

Durch Sortierung Recycling ermöglichen und Schadstoffe entfrachten

Bausperrgut bezeichnet gemischte Bauabfälle, die bei Rückbau, Neubau, Umbau oder Renovationen entstehen. So kann Bausperrgut beispielsweise aus mineralischen Materialien, Metallen, Holz und weiteren brennbaren Abfällen zusammengesetzt sein.

In Sortieranlagen für Bausperrgut werden die angelieferten gemischten Bauabfälle sortiert. Die Sortierung des Bausperrguts ermöglicht die Zuweisung der einzelnen Komponenten zu den passenden Wiederverwertungs- oder Entsorgungswegen. Ziel der Sortierung ist es auch, schadstoffhaltige Fraktionen abzutrennen und diese einer Behandlung oder einer Deponie des entsprechenden Types zuzuführen, sofern sie nicht weiterbehandelt werden können.

Bausperrgut 2Zoom

Bausperrgut besteht aus unsortierten Materialien.

FeinfraktionZoom

Die Feinfraktion enthält besonders viele Schadstoffe und ist per Definition Reaktormaterial beziehungsweise Material Deponietyp E.

Gesetze und Normen

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